UniARTE-experiment kunst abgeschlossen

Am Donnerstag, d. 9. Juni,  endete ein Comenius-Regio-Projekt, das 2 Jahre lang mit viel Freude und Energie am Märkischen Berufskolleg den Kunstunterricht begleitete.

„COMENIUS-Regio ist eine Aktion im EU-Programm für lebenslanges Lernen. Sie wurde 2009 eingeführt und eröffnet neue Möglichkeiten der europäischen Zusammenarbeit und Vernetzung im Schulbereich auf der Ebene von Regionen und Gemeinden.
Schulbehörden können dabei gemeinsam mit Schulen oder vorschulischen Einrichtungen sowie mit anderen Einrichtungen – auch aus dem außerschulischen  Bereich – eine Partnerschaft mit einer anderen Region in Europa eingehen, um Themen von gemeinsamem Interesse zu bearbeiten“ (Comenius Regio Broschüre des PAD, S.8).


Konkrete Partner für das Märkische Berufskolleg bei diesem Projekt waren die Technische Universität Dortmund und der Kreis Unna.
Beteiligt waren außerdem das Regionale Bildungsbüro Dortmund, die Adolf Schulte Schule Dortmund, die Geschwister Scholl Gesamtschule Lünen, das Käthe Kollwitz Gymnasium Dortmund und die Otto Hahn Realschule Selm.
Auf österreichischer Seite sind als Partner die Universität für angewandte Kunst Wien, der Stadtschulrat Wien, die Junior Highschool Wien und die Neue Mittelschule Himberg zu nennen.

Das Comenius Regio Projekt am Märkischen Berufskolleg Unna gliederte sich in zwei
Blockphasen.
In der Woche vom 15.-19. März 2010 führten 4 Studentinnen der Universität Dortmund mit Schülerinnen und Schülern der Fachschule für Heilerziehungspflege und der Berufsfachschule für Kinderpflege das erste Kunstprojekt in den Räumen des Märkischen Berufskollegs durch.

Mit Hilfe der Methode „Mapping“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen mit Unna und den sie interessierenden Aspekten der Stadt auseinander. Untersucht wurden die Behindertenfreundlichkeit der Stadt, aber auch prägende Elemente der Stadt, wie z.B. die Stadtkirche und der Unnaer Esel.
Die künstlerische Auseinandersetzung erfolgte dabei über unterschiedliche Methoden, wie z.B. Druckgrafik, Fotos, Installationen, plastische, textile Arbeiten usw.

Stand in der ersten Phase des Gesamtprojekts die Auseinandersetzung mit der eigenen Region im Vordergrund, ging es im zweiten Projekt in der Zeit vom 21. – 25. Februar 2011 um eine Annäherung an die Stadt Wien.

Zu diesem Zeitpunkt wurde das Projekt von einer Fachschulklasse für Sozialpädagogik und einer Klasse der Berufsfachschule für Kinderpflege, erneut unterstützt von Studentinnen der TU Dortmund, getragen.


Über das Interesse an unterschiedlichen Gebäuden der Stadt und Kenntnisse zur Wiener Kaffeehaus-Geschichte entstanden mit Hilfe von Pastellkreiden auf Velourpapier vielseitige Stadtansichten, die in erster Linie die Themen „Wien bei Nacht“ und „Wiener Kaffeehauskultur“ aufgriffen.


Am 9. Juni konnte nun eine Auswahl aller Arbeiten, die im Rahmen des Projektes in den deutschen Schulen entstanden, begutachtet werden.
Die Eröffnung einer erfolgreiche Ausstellung, wie alle Beteiligten meinten, fand im
Rudolf Chaudoire Pavillon der TU Dortmund statt.

Ein besonderes Highlight stellte dabei vor allem natürlich auch der Besuch unserer Wiener Partner dar, deren Projektbeiträge bereits im Mai im Rahmen eines Wien-Besuchs von uns gewürdigt wurden.

Die Ausstellung im Rudolf Chaudoire Pavillon ist noch bis zum 22. Juni 2011 zu sehen.